Mikon ist seit über 30 Jahren im internationalen Mineralienhandel tätig. Von Göttingen aus beliefern wir heute Sammler, Händler, Museen, Universitäten und andere Fachkunden weltweit mit Mineralien und Sammlerstufen, Rohsteinen, Fossilien sowie Werkzeugen und Ausrüstung für Mineralogie, Gemmologie und Geologie.

Wir sind ein kleines Team von Mineralienfachleuten. Und wir arbeiten in vieler Hinsicht noch genauso, wie alles einmal angefangen hat: Wir fahren selbst zu den Fundorten.

Schon lange vor der Gründung von Mikon haben wir Mineralien gesammelt. Mathias Rheinländer begann als Kind im Harz, nach Mineralien und Gesteinen zu suchen. Nach dem Abitur kamen die ersten Reisen zu internationalen Fundstellen hinzu; während des Studiums wurden die mehrmonatigen Semesterferien genutzt, um jeweils neue Länder, Lagerstätten und Minen mineralogisch zu erkunden. Aus dem Sammeln wurde ein Beruf, aus einzelnen Kontakten entstand über Jahrzehnte ein internationales Netzwerk – und aus den ersten Reisen schließlich Mikon.

Heute führen uns diese Reisen zu aktiven und historischen Minen, Steinbrüchen, Pegmatiten, Claims und klassischen Mineralfundstellen auf der ganzen Welt. Dort sammeln wir selbst, begutachten neue Funde und Rohmaterialien und beschäftigen uns mit der Geologie und Mineralisation der jeweiligen Lagerstätten. Wir arbeiten mit Minenbetreibern und Kleinschürfern ebenso zusammen wie mit Sammlern, Schleifereien, Geologen, Universitäten und Museen. Viele dieser Kontakte begleiten uns seit Jahrzehnten.

Ein großer Teil der Mineralien und Rohsteine in unserem Sortiment kommt deshalb nicht über den klassischen Zwischenhandel zu uns. Wir kennen die Fundstellen selbst, kennen die Menschen, die dort arbeiten, und haben einen erheblichen Teil unseres Materials selbst gesammelt oder direkt vor Ort ausgewählt.

Das ist für uns ein entscheidender Unterschied.

Wer Mineralien professionell beurteilen will, sollte nicht nur das fertige Stück kennen. Am Fundort sehen wir das Nebengestein und die geologischen Zusammenhänge, die Paragenese und unterschiedliche Qualitäten eines Vorkommens. Wir sehen, welches Material tatsächlich aus einer Lagerstätte kommt, wie es gewonnen wird und wie sich ein Fundort über die Jahre verändert. Dieses Wissen fließt unmittelbar in unsere tägliche Arbeit ein – von der Bestimmung und Auswahl einzelner Sammlerstufen bis zum Einkauf großer Rohsteinpartien.

Auch die Werkzeuge und Geräte, die wir verkaufen, kennen wir nicht nur aus dem Regal. Vieles davon benutzen und testen wir selbst im Gelände, in Steinbrüchen und an Fundstellen.

Nach mehr als 30 Jahren sind daraus Kenntnisse entstanden, die sich nicht aus Büchern allein erwerben lassen. Wir haben über die Jahrzehnte Hunderte Minen und Fundstellen besucht, manche davon immer wieder. Wir haben Lagerstätten noch in Betrieb erlebt, die heute geschlossen sind, neue Funde direkt vor Ort gesehen und Material gesammelt, das heute kaum noch erhältlich ist.

Und wir sind weiterhin unterwegs. Neben den Fundstellen, die wir seit vielen Jahren regelmäßig besuchen, versuchen wir jedes Jahr neue Lagerstätten und möglichst auch ein neues Land hinzuzunehmen.

Die Bilder auf dieser Seite sind deshalb kein Reisetagebuch. Sie dokumentieren einen Teil unserer Arbeit und zeigen, woher unser Material, unsere Erfahrung und unser Wissen über Mineralien kommen.

Afghanistan

Afghanistan gehört mineralogisch zu den außergewöhnlichsten Ländern, die wir bereist haben. Unsere ersten Touren führten bereits vor vielen Jahren vom pakistanischen Swat-Tal aus in den Norden Afghanistans – damals teilweise noch zu Pferd, weil viele Fundgebiete anders kaum erreichbar waren. Ein besonderes Ziel waren die Gruben und Pegmatitgebiete Nuristans mit ihren bekannten Edelstein- und Mineralvorkommen.

Später konzentrierten sich unsere Reisen vor allem auf Badakhshan und das Gebiet um Sar-e-Sang, eines der bedeutendsten und ältesten Lapislazuli-Vorkommen der Welt. Für uns ist dabei nicht nur der Lapislazuli selbst interessant. Die Lagerstätte und die umliegenden Vorkommen zeigen eine bemerkenswerte Mineralogie mit unter anderem Lasurit, Sodalith, Hauyn, Afghanit, Hackmanit und Diopsid. Gerade diese Zusammenhänge direkt am Fundort untersuchen zu können und gemeinsam mit den dortigen Bergleuten nach geeignetem Material zu suchen, macht Afghanistan mineralogisch so faszinierend.

Über viele Reisen entstanden enge Kontakte zu Bergleuten und Händlern vor Ort. Die große Gastfreundschaft, die wir dabei erfahren haben, ist uns ebenso in Erinnerung geblieben wie die außergewöhnlichen Mineralien.

Aufgrund der politischen und sicherheitspolitischen Situation bereisen wir Afghanistan derzeit nicht. Unsere alten Kontakte und unser Interesse an den Fundstellen bestehen jedoch weiter – und wir hoffen sehr, eines Tages wieder selbst dorthin zurückkehren zu können.

Die folgenden Aufnahmen stammen von unseren späteren Touren nach Badakhshan und zeigen unter anderem den Weg nach Sar-e-Sang, die Lapislazuli-Gruben, Halden und Untertagebaue sowie weitere Mineralfundstellen im Jurm-Tal.

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Flug nach Faizabad – der Start der Tour Richtung Sar-e-Sang zu Lapislazuli und anderen Mineralien.

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Flughafen Faizabad während des NATO-Einsatzes.

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Faizabad

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Das Jurm-Tal auf dem Weg nach Sar-e-Sang

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Sar-e-Sang. Große Gastfreundschaft wie überall im Land. Es gibt weder Hotel noch Restaurant im Ort, aber wir wurden sofort eingeladen, im Haus eines Einheimischen zu übernachten – und was an Essen da war, wurde ebenfalls aufgetischt.

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Der Aufstieg zu den Lapis-Gruben oberhalb des Ortes Sar-e-Sang. Auf Bild 122 ist auf der anderen Seite des Seitentals auch die Hackmanit-Grube zu sehen. Die Haupt-Lapisgrube liefert derzeit das gebänderte Material und gelegentlich auch Hauyn – praktisch alles massiv, keine Kristalle. Andere Stellen im Tal zeigen die komplette Mineralserie von Sodalith über Hauyn, Afghanit und Lasurit bis Diopsid.

Die Bilder zeigen den Untertagebau, die Halden und Hänge sowie die Unterkünfte der Bergleute. Nicht vergessen: Der Bergbau hier begann vor mehr als 5000 Jahren!

Bild 158: Typische Straße im Jurm-Tal

Bild 159: Neben Edelsteinen hat Afghanistan noch ein landwirtschaftliches Produkt, das seit langem verkauft wird: Cannabis…!

Bilder 160-168: Tour zu einer Diopsid-Kristallzone auf der gegenüberliegenden Seite des Jurm-Tals, nahe Sar-e-Sang. Von einem einheimischen Bergmann als „kurzer Blick auf ein paar Kristalle, 1–2 Stunden“ angekündigt, entpuppte sich das Ganze als ernsthafte Bergtour inklusive Freiklettern an Felswänden und der Durchquerung eines eineinhalb Meter tiefen, eiskalten Flusses mit einem Rucksack voller Steine… Für die afghanischen Bergleute tatsächlich nur ein kurzer Ausflug – ich fand es durchaus interessant, zumal ich auf ernsthaftes Bergsteigen überhaupt nicht vorbereitet war. Aber die Kristalle waren im Rucksack und überlebt habe ich auch – also alles gut!

Bild 169: Ein Posten Lapis, den wir in Sar-e-Sang bekommen haben. Am Ende war es eine komplette Containerladung – zu einem sehr guten Preis und erstaunlich schnell verschifft, wenn man den laufenden Krieg und die Entfernung zum Hafen in Karachi bedenkt.

Armenien

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Ausgangspunkt unserer Armenien-Reise ist die Hauptstadt Jerewan. Eine lebendige Stadt, großartiges Essen, ein schönes Hotel und sehr nette Menschen. Schon hier begegnen uns Obsidian, Türkis und Tellur-Gold-Mineralien aus dem ganzen Land.

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Unser Hauptziel war es, die riesigen Obsidian-Vorkommen Armeniens zu sehen und 1–3 Container der verschiedenen dort vorkommenden Varietäten zu füllen. Leider ist der Export aus diesem Land wirklich schwierig: Die Regierung hat wenig Verständnis für die Kleinschürfer, die keine Zehntausende Dollar für ein Papier zahlen können, das ihnen den Export von Steinen erlaubt, die nur wenige Cent wert sind. Am Ende haben wir es über Georgien geschafft – angenehm war das nicht. Die Vorkommen selbst sind jedoch überreich, hier unsere Eindrücke:

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Der Sevansee – leider wieder ein sehr regnerischer Tag… Das Wasser ist richtig kalt, aber glasklar.

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Aus einem großen Kupfertagebau im Norden Armeniens stammt Türkis von großartiger Qualität, der auch in größeren Stücken gefunden wird. Er ist etwas grüner als US-amerikanischer Türkis, aber wirklich schön. Die Minengesellschaft hat eine eigene Abteilung nur für dieses Material und fertigt in Jerewan hochwertige Perlen.

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Kaukasischer Gebirgspass nach Dilidschan. Noch jede Menge Schnee!

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Im Frühjahr quer durchs Land. Übernachtet haben wir in sehr einfachen Pensionen, denn Tourismus ist im Land weitgehend unbekannt. Dafür blieb Zeit für Wanderungen – die Landschaft ist wirklich wunderschön. Hier und da stößt man auf Überreste des alten Sowjetreichs, Fabriken und Müllhalden. Wie in anderen ehemaligen Sowjetländern wird es noch Generationen dauern, diese Zeit zu überwinden.

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Geschichte ist allgegenwärtig, besonders in Form von Kirchen – Armenien ist die älteste christliche Nation der Welt.

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Bergwanderung mit großartigem Blick auf den Ararat auf der türkischen Seite der Bergkette. Im Frühjahr blüht es überall, dazu noch etwas Schnee.

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Republik Arzach (Karabach). Eigentlich wollten wir eine Städtepartnerschaft zwischen Stepanakert und unserer Heimatstadt Göttingen anstoßen. Ein wunderschöner Ort – und anders als viele Städte Armeniens völlig sauber und gepflegt. Inzwischen wurde dieses Land, eine der ganz wenigen wirklich demokratischen Nationen der Region, von Aserbaidschan zerstört; die Bewohner wurden vertrieben oder getötet – nur wenige Jahre nach unserem Besuch. Eine furchtbare und traurige Geschichte, zumal sie den Rest der Welt kaum interessiert.

Wir beginnen am Latschin-Korridor:

Zerstörte Dörfer entlang des Latschin-Korridors – eine schmale Straße, überwacht von russischen „Friedenstruppen“. Sie waren ziemlich überrascht, uns dort zu sehen, eskortierten uns aber zuverlässig bis zur Grenze von Arzach.

Einfach ein schöner Ort – man versteht gut, warum die Menschen hier gern leben und nicht weg wollen.

Das Parlamentsgebäude (inzwischen zerstört):

Gedenktafel für die im letzten Krieg mit Aserbaidschan getöteten Bürger.

In einem syrischen Restaurant in Stepanakert. Die Familie hatte Syrien wegen des Bürgerkriegs verlassen und war nach Hamburg geflohen. Da sie recht wohlhabend war, kaufte sie dort eine Wohnung – wurde aber vom Hass gegenüber Geflüchteten so getroffen, dass sie nach Karabach weiterzog, wo es keinen Hass gibt und sie wirklich willkommen war. Die deutsche Wohnung vermietet sie inzwischen. Was nach der ethnischen Säuberung aus dieser Familie geworden ist, wissen wir nicht.

Das Nationaldenkmal von Arzach.

Treffen mit dem Bürgermeister von Stepanakert in seinem Büro, um über eine Partnerschaft zu sprechen. Am meisten interessierten ihn deutsche Müllrecycling-Systeme und Müllfahrzeuge. Angesichts der heutigen Lage wirklich sehr traurig.

Belgien

Belgien, vor allem die Ardennen, biete überraschend viele Mineralienfundstellen. Die meisten davon sind auch durchaus ergiebig und das bis auf den heutigen Tag. Das erste Mal besuchten wir das Land 1984 damals geführt von Prof. Fransolet, von dessen Fundstellenkenntnissen wir bis heute profitieren.

Die Fundstellen von Vielsalm mit seltenen Kupfermineralien und Türkis Kristallen!

Der Ort Salm Chateau mit Schloss

Salm Chateau an den Halden hinter dem Freidhof.

Das Hotel zur Heidebeere in Vielsalm.

An der Fundstelle des Vantasselites zusammen mit dem Namensgeber!

Die Fundstelle am Kanal von Blaton mit seltenen Phosphaten

Mikon Mineralienreisen führt eine Züricher Sammlergruppe in den Ardennen und der Eifel

Ohneaux mit Dundasit und Cerussit Kristalle.

Landelies, der Fundort der herrlichen orangen Calcite. Weltkasse Stufen kommen von hier.

Bolivien

Bolivien besuchen wir sehr regelmäßig und sehen dort viele verschiedene Minen. Ein großartiges Land – vor allem seit der ersten Amtszeit von Präsident Morales: Die Straßensperren sind verschwunden, der Kleinbergbau ist frei und unbeschränkt, ebenso der Export. Keine Papiere bedeutet: niemanden bestechen müssen. Wir wünschten, mehr Länder wären so.

Gelandet wird auf dem höchstgelegenen Verkehrsflughafen der Welt auf 4.300 m in La Paz, genauer gesagt in El Alto. Dort bekommen wir immer unsere Geländewagen, haben ein Büro bei einem guten Freund und Anwalt – und eine Heimatbasis.

Bilder 297-303: Ganz wichtig in La Paz wie in anderen Städten: frische Fruchtshakes! Großartig!

Bilder 303-314: Unsere erste Tour führt nach Corocoro, eine berühmte Kupferbergbau-Stadt. Es gibt dort viel gediegenes Kupfer; am beliebtesten sind die Pseudomorphosen von gediegenem Kupfer nach Aragonit-Kristallen.

Das Kupfer findet sich in Konkretionen und Lagen in einem Ton, der stark ins Tal erodiert. Und natürlich bei den alten Damen in der Stadt, die es in kleinen Beuteln verkaufen.

Diese Dame auf dem Stadtplatz macht das beste Eis, das man sich vorstellen kann – wie in Florenz, aber komplett von Hand und ganz altmodisch. Ein Becher kostet umgerechnet etwa 10 US-Cent!

Von dort geht es zurück über La Paz nach Poopó, der Typlokalität von Cylindrit, gefunden in der Mina San Francisco. Die Grube ist noch in Betrieb und liefert praktisch das komplette Periodensystem!

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Unser nächstes Ziel ist die Silbermine von Atocha. Sie ist noch in Betrieb – tatsächlich mit deutscher Bergbautechnik von 1908 (!). Es hat einige Zeit und Mühe gekostet, dorthin zu kommen, aber das Material ist wirklich reich an Silber, und wir bekamen eine ausgedehnte Untertage-Tour.

Die Erzsäcke werden geflickt.

Aufgabe in den Brecher.

Einfahrt untertage in einem 120 Jahre alten Förderkorb!

Die Coca-Blätter niemals vergessen!

Und natürlich die Dynamitstangen!

Sulfat-Mineralien untertage. Nur zum Anschauen, zum Sammeln lohnt es nicht.

Bilder 383-387: Nächster Halt ist Tasna, berühmt für Wolframit- und Bismuthinit-Kristalle. Höhe: über 5000 m!

Schöner Blick aus unserem „Hotel“ auf die Metzgerei nebenan!

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Unsere Tour über den Salar de Uyuni weiter zum Salar de Empexa zu unserer Schwefelmine – wir besitzen tatsächlich die Abbaurechte an diesem Tagebau! Die Gegend ist extrem abgelegen: nur ein kleiner Militärposten, vielleicht 5–10 Bergleute und ein paar heiße Quellen. Und jede Menge der schönsten Schwefelkristalle der Welt!

Aber erst einmal einkaufen in einem typischen Laden in Uyuni…!

Besuch eines „Salzhotels“ direkt vor Uyuni:

Manchmal ist unter der festen Salzkruste nur Schlamm – viele hundert Meter davon, und darin will man wirklich nicht stecken bleiben… Das Schwierigste an der Überquerung des Salars ist die Ausfahrt.

Unser „Hotel“ ist der Militärposten – ein sehr netter Offizier, und die Soldaten bereiteten uns Betten und heißes Wasser. Im Gegenzug ließen wir ihnen Lebensmittel da, denn sie bekommen wenig und die Versorgung kommt immer spät.

Ankunft an den heißen Quellen von Empexa – das erste Bad nach drei Tagen im Schwefel! An der Mine und am Militärposten gibt es kein Wasser…

Und zurück nach Uyuni – der Truck ist komplett voll mit Schwefelstufen.

Unterwegs lud uns ein kleiner Bauer zu einer frischen Mahlzeit ein!

Bilder 438-464: Auf dem Weg nach Potosí. Los geht es mit dem üblichen Plattfuß auf den großartigen Straßen… Potosí ist UNESCO-Weltkulturerbe und berühmt für seine Silberminen. Wir schauen uns alles an – inklusive Sammeln untertage in einer wirklich aktiven Mine, nicht in einer der örtlichen Touristenfallen…!

Casa de la Moneda, Potosí

Blick auf den Cerro Rico von einem der Stadtplätze.

Untertage am Cerro Rico. Das Beste, was man neben einigen Silbermineralien finden kann, ist tatsächlich Apatit – er kommt in großen Kristallen zusammen mit Quarz vor.

Ein Laden in Potosí – es gibt alles, was man braucht: Schnaps, Sprengstoff, Zuckerwasser und eine Kerze… perfekt für das Leben untertage.

Bilder 465-468: Von Potosí aus startet das nächste Abenteuer zur Mina Porco und weiter zur Mina El Dragón, berühmt für eine große Zahl seltener Selen-Mineralien (siehe den Artikel im Mineralogical Record!). Nach mehreren Besuchen seit 1989 ist der Gang inzwischen weitgehend abgebaut und auf den Halden liegt nur noch wenig. Trotzdem ist die großartige Wanderung durch völlige Wildnis es immer wert.

Die Mina El Dragón liegt auf 4500 m Höhe; die Vegetation ist dort entsprechend karg, aber vorhanden und durchaus interessant. Auch wenn ich nicht allzu viel davon verstehe – ich versuche auf den Touren immer, auch ein wenig von der Tier- und Pflanzenwelt festzuhalten.

Bilder 469-470: Zurück in der Mina Porco erzählte uns die Kooperative „El Cementerio“, es habe gerade einen großen Fund gediegenen Silbers gegeben – und tatsächlich lagerten rund 500 kg (!!) reines Silber im Haus eines der Bergleute, Einzelstücke bis 50 kg! Da wir für so einen Kauf nicht genug Bargeld dabei hatten, kauften wir alles, was wir von den kleineren Stücken bekommen konnten. Von solchen Gelegenheiten erfährt man nur, wenn man im richtigen Moment vor Ort ist – einen Tag später wäre alles in die Schmelze nach Potosí gegangen.

Bilder 471-488: Wir verlassen den Altiplano und reisen in die eigentliche Hauptstadt Boliviens: Sucre. Eine wunderschöne Stadt zwischen Dschungel und Bergen – mildes Klima, grün, viel Kultur und Leben. Wie man sieht, geraten wir mitten ins typische Fiesta-Treiben, denn wir kommen um den 1. Mai an, einen sehr wichtigen Feiertag.

Bilder 489-507: Weiter nach Colquechaca, zu den reichsten Silberminen Boliviens und vermutlich der Welt. Neben typischen Silbermineralien wie Pyrargyrit findet man eine komplette Serie germaniumreicher Sulfosalze wie Argyrodit und Canfieldit in schönen Mikrokristallen. Genau darauf hatten wir es abgesehen – und hatten ziemliches Glück!

Unterwegs gibt es einen Gemüse-Snack… wow, sind die scharf!

Hier eine seltene Live-Aufnahme des sogenannten „brasilianischen Todesfallen“-Duschkopfs. In ganz Lateinamerika noch weit verbreitet: blanke Kupferdrähte mit rund 3000 W erhitzen das Wasser direkt im Plastikbecher. Mit etwas Abstand zum Duschkopf ist man vor Stromschlägen sicher – nur sind die Duschen für Bolivianer mit 150–160 cm Körpergröße gebaut… Deutsche sind aber schnell 190+… Sie sehen das Problem?

Um Aufmerksamkeit zu erzeugen (nicht dass wirklich große, weiße Männer mitten im Nirgendwo nicht schon von selbst auffallen würden), nutzen wir die lokalen Radiosender und lassen durchsagen, dass wir Silbermineralien ankaufen. Fünf Durchsagen kosten zusammen etwa einen US-Dollar; wir geben ein kleines Trinkgeld und alle sind begeistert. Das funktioniert immer ziemlich gut.

Die übrigen Bilder zeigen die hochmoderne Brecher-Technologie für das Silbererz…!

Bilder 508-513: Weiter geht es nach Uncía, die Stadt direkt neben Llallagua, zu einigen Zink-Abbauen auf Sphalerit. Auf diesem Erz findet man in seltenen Fällen echte Greenockit-Kristalle in großartiger rot-oranger Farbe. Die Bergleute verstanden nicht so recht, was wir da taten – aber das Ergebnis war hervorragend: mindestens 15 Lagen mit Greenockit-Kristallstufen!

Bilder 514-530: Danach ging es weiter nach Aymaya Pampa, den berühmten alten Inka-Minen für gediegenes Gold. Wir sind immer noch um den 1. Mai unterwegs – großer Fehler in Bolivien, denn gefeiert wird nicht nur der 1. Mai, sondern mindestens eine ganze Woche. Und dieses „Feiern“ beinhaltet Alkohol in Eimermengen, und das meine ich wörtlich! Die beste Begegnung war die Dame, die die Gold-Verkaufsstelle leitete: Sie war komplett betrunken und fiel über Plastiktüten voller Goldnuggets. Man hätte problemlos mit mehreren Kilo davonspazieren können, niemand hätte es bemerkt. Aber wir haben uns selbstverständlich benommen. Viel Spaß mit den folgenden Bildern!

Bilder 532-547

Nächster Halt ist die Mina Bolívar bei Poopó. Sehr reiches Antimon-Erz, im Wesentlichen Stibnit und Bismuthinit, aber auch Jamesonit und Andorit. Wir wurden eingeladen, mit der regulären Schicht einzufahren, und durften so viel sammeln, wie wir tragen konnten!

Nach dem Sonnenuntergang mit dem üblichen Reifenschaden sind wir am nächsten Morgen untertage. Am Eingang fast jeder bolivianischen Mine findet man den „Tío“ – eine Mischung aus dem alten Glauben an Pachamama und christlichen Traditionen. Jeder Bergmann nimmt ihn ernst und hinterlässt kleine Gaben, etwa einen Schluck Schnaps oder Coca-Blätter.

Hier die Schichtbesprechung untertage: Der Steiger und der Chefingenieur sprechen zur Mannschaft, alle kauen Coca-Blätter, um in dieser Höhe überhaupt hart arbeiten zu können.

Deutschland

Erste Ost-Harz Tour direkt nach der Grenzöffnung 1989 ging nach Ilfeld. Manganit holen…Damals war der Osten noch eine ganz andere Welt!

Manganit Fundstelle am Braunsteinhaus

Säulenbasalt am Hohen Hagen bei Göttingen.

Bellerberg, Eifel 1987

Tour in den Schwarzwald zur Schmiedestollenhalde 1987

Menzenschwand, Schwarzwald. Da war die Uranmine noch in Betrieb: 1987

Steinbruch Üdersdorf, Eifel: Schöner Basalt und tolle Mineralien!

Steinbruch Schellkopf, Brenk, Eifel: Typlokalität für Brenkit!

Steinbruch Emmelberg, Eifel

Borstein, Reichenbach, Odenwald, Hessen: Fundstelle für Reichenbachit.

Lautenthal, Harz: Der bergbaugeschichtliche Pfad hier mit der Nachbildung einer Haspel.

Bopfingen, Nördlinger Ries, Baden-Württemberg: Fundstelle des roten Suevits, Meteoriten-Impaktgestein.

Weißenstein, Fichtelgebirge, Bayern: Fundstelle für Eklogit.

Gremmelsbach, Schwarzwald: Fundstelle für Pyrolusit

Waidhaus, Bayern: Phosphate aller Art!

Rhyolit Bruch bei Aschaffenburg, Hessen

Nickenicher Sattel, Eifel: Sammeln während Corona…!

Kamsdorf Untertage, Thüringen.

Grube Pfaffenberg, Neudorf, Harz: Federpyrit auf der Halde

Steinbruch Mönchhof, Hoher Meißner, Hessen: Sehr gute, violette Fluorite!

Insel Poel, Mecklenburg-Vorpommern (Ostsee): Feuersteine!

Hüttchental, Lautenthal, Harz: Siderit, Bergkristall, Galenit xx!

Fidschi

Wir haben mehrere Reisen zur berühmten Emperor Gold Mine bei Vatukuola auf Fiji (Fidschi) unternommen. Hier finden sich neben ged. Gold die wohl weltweit besten Tellursulfide. Kristalle bis 5 cm Größe z.B. von ged. Tellur sind keine Seltenheit!

Verschiedene Ansichten der Grube von außen

Untertage

Vorsortierung Übertage

Die Leitung der Grube mit uns zusammen, wie immer waren alle dort extrem freundlich und hilfsbereit

Mineralienbilder:

Tellurerz, Volborthit

Inseln und Strände der vorgelagerten Inseln

Frankreich

Frankreich Reise 1988 führte in die Pyrenäen zu „Talc de Luzenac“ mit vielen herrlichen Selten Erd Mineralien im Dolomit und Talk. Ebenso ging es nach Jas Roux, Hautes Alps zum Suchen seltener Thallium Mineralien. Herrliche hochalpine Gegend mit hoch spannenden Mineralien in einem Realgar Gang im Dolomit.

Jas Roux, Hautes Alpes

Luzenac, Pyrenäen

Saint-Martin-du-Bosc, Le Bosc, Lodève, Arrondissement, Hérault: Hier die Fundstelle für Dickit Kristalle (weltweit einzigen!) und in der Nähe die berühmte Uranfundstelle.

Griechenland

Hier haben wir viele Male das Gebiet von Laurion, Attika besucht und sehr viel Untertage gesammelt. Zum anderen waren wir in Kirki und Stratoni im Norden des Landes, das aber mehr untergeordnet.

Die erste Reise nach Laurion war schon 1984, ab der Zeit bis heute dann immer wieder.

Der Olymp, Sitz der Götter. Von Deutschland kommend, muss man hier immer entlang.

König Leonidas und seine „300“ an den Thermophylen. Ein Muss für jede Reise nach Griechenland.

Außenansichten von Kamariza (Agios Konstantinos) mit alten Bergbauanlagen und alten Häusern aus der Zeit des Serpieri Bergbaus von 1870-1910.

Vorbereitung für Untertage, wir fahren nach wie vor sehr gerne mit Karbidlampen.

Geologische Karten der Region

Schlackensammeln in Pacha Limani

Der Schlackenplatz von Thorikon

Befahrungen in der Grube Serpieri, Hilarion und Christiana

Sammeln mit Fritz Uedinck, ein alter Kohlebergmann, der nach Kamariza gezogen war und sich dort vor allem mit Schlackenmineralien beschäftigt hatte.

Außenaufnahmen der Gegend von Apo Sounio, also die Gegend oberhalb des Kap Sounion.

Ansichten von Laurion aus Kamariza kommend

Lokaler Kollege mit einem Neufund herrlicher Serpierit Stufen

Der lokale Sammler Christos Kapellas mit einer Gips-Stufe

Grobe Aufbereitung von Funden auf der Terrasse unseres Hotels.

Mittagspause im Gelände mit dem bekannten, lokalen Sammler „Krummbein Louka“. Wir hatte immer sehr viel Freude zusammen!

Annabergit von der Km 4 gefunden 1985

Schornstein der alten Erzschmelze mit Luftzuführung am Hafen von Laurion

Die Minen von Stratoni, Chalkidike: Erze und sehr gute Rhodochrosite.

Der Poseidon Temple am Kap Sounion

Km 3+4 Gruben, die Nickelfundstellen für Annabergit, Millerit, Gaspeit und vieles mehr. Heute leider zum größten Teil ein Wohngebiet.

Die Minen von Kirki, Nordgriechenland. Fundstelle für Wurtzit, Linarit, Caledonit und Jordanit.

Der Schlackenplatz von Oxigono

Honduras

Auf der Suche nach den herrlichen Edelopalen in Erandique, Honduras

Indonesien

In Indonesien sind wir seit vielen Jahren tätig, haben dort auch eigenen Mitarbeiter und ein Lager. Die Materialien kommen aus Sulawesi, Java und dem Süden Sumatras.

Der zentrale Ort Sukabumi auf Java. Hier sind unser Lager und eine Vielzahl an Händlern. Die Mitarbeiterin Andrea mit dem Kollege Rahmat sowie bei einer der anderen Reisen der Steinmetz-Kollege Hendrik sowie von Mikon Mathias und Isabella beim Einkaufen

Braunkohletagebaue im Süden Sumatras, hier kommt der Bernstein her.

Fossiles Holz, samt Verarbeitung

Regenbogenjaspis

Chrysopras

Beispiele der Polierarbeiten in Sukabumi, hier werden viele kleine Dekoobjekte hergestellt.

Ged. Kupfer, Cuprit und Chrysokoll in versteinertem Holz aus Garut, Java

Verschiedene versteinerte Hölzer aus Garut, Java darunter viele mit Opal und/oder Chrysocoll

Landschaft in Sulawesi

Heliotrop Sumatra

Ausflug in einen Nationalpark im Süden Sulawesis

Überall im Land ist das Flugzeug das Fortbewegungsmittel der Wahl, sehr günstig und immer verfügbar. Nimmt man die Straße, braucht man für 100 km nicht unter 5 Stunden!

Mamudju, Sulawesi: Die Fundstelle des Traubenachates (grape agate).

Abenteuer Traubenachat

Die Inseln und Korallenriffs direkt vor Mamudju. Unbedingt einen Ausflug wert!

Die Umgebung von Mamudju

Auripigment in Quarz, der sog. „Bumble Bee Jasper“

Fossile Koralle

Bunter Jaspis aus Java

Tektit Sumatra

Beta-Quarz Java

Italien

Italien haben wir mehrfach bereist, dort geht es vor allem um die Steinbrüche im Norden mit Mineralien vor allem aus der Gruppe der Seltenen Erden. Diese finden sich hier in tollen Kristallen.

Die Berge nördlich des Lago Maggiore

Cava Bianchi, Cuasso al Monte, Gardasee: hier kommen die besten Kristalle von Gadolinit und Synchisit in Granit vor.

Baveno, Lago Maggiore

Beura, Lago Maggiore: hier kommt der Tungstenit her!

Lago Maggiore

Auf dem Weg ins Val Vigezzo (Fersmit!)

Carrara, Toskana: Die berühmten Marmorbrüche

Japan

Nach vielen Jahren enger Freundschaft mit einem japanischen Sammler- und Händlerkollegen sind wir seiner Einladung gefolgt und haben ihn in Kyoto besucht. Einmal natürlich um die legendäre Kirschblüte und die Sehenswürdigkeiten des Landes zu bestaunen, andererseits aber natürlich auch um so berühmte Fundstellen wie Fuka (Fukalit etc.) und Iwage Island (Typlokalität von Sugilit, Katayamalit und Taneyamalit) aufzusuchen. Und entgegen allen Erwartungen waren die Funde vor Ort super!

Die Kirschblüte und die Parks der Umgebung von Hakone, z.T. mit Blick auf den Fujiyama

Orientierung vor Ort im Wald: Alles ist super ausgeschildert…wer es lesen kann…!

Natürlich darf die landestypische Stärkung nicht fehlen!

Historische Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Osaka

Nara und die heiligen Rehe

Die Fundstelle für Sugilit auf Iwage Island

Fundstelle in Fuka

Hinweise finden sich für alles, so auch auf Killerschlangen und Killerfische!

Für den ausländischen Gast wird auch die Nutzung des WCs näher erläutert…!

Und wieder einmal zeigt sich, wer Mineralien sammelt, lernt das Land richtig kennen. In den ganz kleinen Dörfern ist man fernab von Touristen und im Restaurant ohne Japanisch Kenntnisse aufgeschmissen. Hilf nur alles probieren. Diese alte Dame in ihrem Restaurant mit 3 Tischen hatte als Tagesgericht Hackbraten in brauner Soße (wie im Ruhrpott) nur die Vorspeise mit Oktopus lies einen nicht an Gelsenkirchen Süd denken…!

Unsere Gastfamilie Yuyama, der wir ganz herzlich für die besondere Gastfreundschaft danken!

Kosovo

Bilder unserer Reise ins Kosovo. Das bemerkenswerteste hier ist die überschwängliche Freundlichkeit gegenüber Deutschen und US-Amerikanern. Überall wurden wir sehr herzlich begrüßt und stets zu Photos aufgefordert. Von Seiten der offiziellen Staatsvertreter wird alles unternommen, um das Sammeln und exportieren von Mineralien so einfach wie möglich zu gestalten. Vorbildlich!

Begrüßung an der Grenze von Serbien aus kommend. Die Grenze ist unter Verwaltung einer EU-Schutztruppe.

Die berühmte Grube von Trepca. Hier konnten wir auch ausgiebig Untertage sammeln sowie von Bergleuten Material erwerben.

Die Grube Arfak in der Nähe von Trepca.

Madagaskar

Wir sind immer wieder in Madagaskar gewesen, das erste Mal 1995. Unser französischer Partner, Laurent Gautron, hat uns die Kontakte aufgezeigt und seit der Zeit haben wir eine Zentrale in Antsirabe. Leider ist der Export von Mineralien in den letzten Jahren immer schwieriger geworden, die Korruption im Lande ist enorm und Regeln, die offiziell den Export von unbearbeiteten Mineralien verbieten, lassen die Bestechung richtig florieren. Was will man auch machen, wenn eine Kristallstufe natürlich nicht geschliffen werden soll, dass aber dort die Offiziellen nicht verstehen oder verstehen wollen.

Nun aber zu den Bildern der Fundstellen und Eindrücken des Landes:

Die Gegend von Betafo, Heimat der berühmten Betafite sowie sehr guter Quarze.

Fossile Baumstämme

Turmalinmine im Manandano Valley

Einkauf von Bastfiguren in einem Dorf auf der Straße von Tana nach Antsirabe. In dem Dorf stellt jeder die Bastfiguren her, sehr hübsch und günstig. Da haben wir immer alles aufgekauft, was die Leute hatten.

Unsere Ankaufsstation in Antsirabe

Aufkauf von Bergkristallen bei lokalen Kleinbergleuten in Maize, unweit von Antsirabe.

Frühstück in Maize: es gibt gesottene Heuschrecken, ganz frisch, der Schwarm kam erst einen Tag vorher an…!

Reisfelder in der Umgebung von Antsirabe

Antsirabe und Umgebung

Rohsteinlager in Antsirabe

Impressionen aus der Stadt Antsirabe

Auf dem Weg zu den Quarz Minen außerhalb von Maize mit Herrn Justin.

Die Minen von Ibity

Fahrt zu weiteren Quarz Minen in der Gegend von Ambotofinandrana, auch nicht so weit von Antsirabe. Wobei „weit“ dort immer relativ ist…

Plötzlich taucht an einer Grube, die sich im Besitz unseres Kollegen Justin befindet eine bewaffnete Bande um den Italienischen Händler „Pezotta“ auf, sie wollten dem Eigentümer die Funde stehen und ihn auch ganz von seinem Grund und Boden vertreiben. Man muss dazu wissen, dieser bis heute aktive Händler „Pezotta“ hat in Madagaskar viele Offizielle bestochen und geht im Zweifel über Leichen. In diesem Fall war er aber völlig durcheinander dort eine Gruppe Deutscher und Franzosen vorzufinden. So sind seine Schergen und er selbst erstmal abgedreht… (den Patronengürtel bei einem der Banditen sieht man gut auf dem Bild!). Was später aus dem Besitz des Herrn Justin wurde, wissen wir leider nicht. War auf jeden Fall ein heftiges Erlebnis…nach so einem ist dann auch noch ein Mineral benannt…unglaublich!

Unser Camp am Fundort der Bergkristalle mit Fuchsit Phantomen.

Antananarivo, die Hauptstadt.

Auf dem Weg zum Dumortierit auch unweit vom Maize

Heuschreckenschwarm in Maize

Exploration nach Bergkristall in den Bergen von Betafo

Aufkäufe direkt vor Ort im Gelände, auch in der Region Betafo

Das Fahren bei Nacht birgt immer wieder Überraschungen!

Der ehemalige Palast der Königin außerhalb von Antananarivo

Der Lemurenpark von Antananarivo

Malawi

Malawi ist einer der Länder Afrikas, welches wir am häufigsten besucht haben und noch immer dort arbeiten. Leider ist es in der letzten Zeit politisch sehr schwer geworden, die Regierung hat alle Exporte von unverarbeiteten Steinen verboten, aber da die Materialien hoch spannend sind, versuchen wir weiter dort Mittel und Wege zu finden.

Die erste Tour machten wir 1991, danach dann immer wieder. Besonders bedanken muss ich mich bei Col. Brian Burgess, der uns über viele Jahre mit Rat und Logistik zur Seite stand.

In Malawi finden sich im Gebiet von Zomba die große Alkalipegmatite herrlichen Aegirinen und Rauchquarzen sowie einer großen Anzahl an spannenden, seltenen Mineralien.

Dann finden sich weitere Vorkommen in Kangankunde (Monazit), Tundulu Hill (Nephelin) und am Mulange Gebirge. Alles Karbonatite oder Alkali-Pegmatite.

Ganz im Süden finden sich die berühmten Achate und fast ganz oben im Norden, in Mzimba, die Edelsteinpegmatite, die auch herrliche Columbit Kristalle enthalten.

Geologische Karten von Malawi

Unser 1969 Landrover. Es gibt nichts Besseres!

Mzimba Pegmatite

Citrin aus Mzimba

Geologische Karte von Malosa

Zomba Plateau (Mt. Malosa)

Unsere Aufkaufstation auf dem Zomba Plateau

Das Haustier im Garten des Colonel auf Zomba Plateau

Rund um den Mulange

Sodalit am Mulange

Geologische Karte von Kangankunde Hill

Das Gelände von Kangankunde

Der Malawi See

Jomba, blauer Lagenachat (blue lace agate) im Süden

Tundulu Hill mit tollen UV-Mineralien im Karbonatit, mittig im Liwonde Nationalpark gelegen. Das Sammeln von Mineralien ist da aber kein Problem.

Rosenquarz in Mzimba

Unser Lager in Lilongwe

Marokko

Aus Marokko bekommen wir immer große Mengen an kommerziellen Fossilien aus der Gegend von Erfoud und aus Midelt und Bou Azzer einiges an Mineralien. Des öfteren haben wir das Land bereist, der große Vorteil dort ist, unsere Partner sind selbsttätig in der Lage regelmäßig zu uns zu liefern ohne dass man immer daneben stehen muss. Leider international die Ausnahme.

Steinbruch in der Nähe von Erfoud zum Abbau von Ammoniten- und Orthoceratenkalk, der dann verarbeitet wird zu den Dekoartikeln, die weltweit bekannt und beliebt sind.

Mexiko

Mexiko besuchen wir seit Mitte der Neunziger Jahre im Prinzip einmal im Jahr, immer vor der Messe in Tucson. Dabei sind wir im Norden mit dem eigenen Fahrzeug aus Arizona unterwegs, meist noch mit Anhänger um alles transportieren zu können. Die Zielgebiete sind Süd-Kalifornien (Boleit), Moctezuma mit seinen Tellurmineralien, Chihuahua mit St. Eulalia und Naica, dann Durango mit der Ojuela Mine und der Mine La Navidad (Creedit). In San Luis Potosi ist es Charcas (Danburit, Nifintovit etc.) und in Cohuela die Gegend von Muzquiz mit ihren berühmten Fluoriten.

Agave in Blüte

Geier machen Pause…

Verpacken von Funden in Mapimi

Die Tellurminen von Moctezuma samt Anreise

Nach der Untertage Tour mit den Kollegen an der Mine Ojuela. Hier wird man immer besonders freundlich aufgenommen und kann nach Herzenslust selbst sammeln. Auch mit Bildern der Umgebung und der berühmten Brücke von Ojuela.

Bergarbeitersiedlung in Mapimi bei der Ojuela Grube.

Unser Hauptquartier in Mapimi, dieses Hotel hat sich über die Jahre von einer verfallenen Ruine hin zu einem respektablen Hotel samt gutem Restaurant entwickelt.

Die moderne Mine Ojuela in Mapimi so wie sie heute wieder in Betrieb ist. Arbeitet vor allem auf Blei und Silber.

Vorbereitung für eine der Touren vor unserem Haus in Phoenix, Arizona.

Santa Rosalia „El Boleo“. Die alte Grubeneisenbahn steht noch immer im Ortszentrum. Die Gruben sind aber lange stillgelegt.

Reise nach St. Rosalia, „El Boleo“ in Südkalifornien. Die Infrastruktur dort ist ganz schlimm, das einzige Stück geteerter Straße wird geküsst!

Besuch in Benjamin Hill, Sonora, hier gibt es mit die besten Karminite der Welt. Auch hier wird man von den Ranchern sehr freundlich empfangen und zu Fundstelle geführt.

Untertage im Quecksilberstollen von St. Eulalia

Untertage in St. Eulalia in der Erzmine der Groupo Mexico

St. Eulalia, Gruben und Umgebung

Die Familie des Farmers in Moctezuma, er hat uns jedes Mal sehr freundlich zu den Fundstellen begleitet und alle Tore geöffnet.

Die Silbermine von Fresnillo in Besitz der Firma Penoles

Teilnehmer der Mikon Mineralienreise mit dem Wichtigsten für den Abend…!

Querung der Sierra Madres von Chihuahua nach Moctezuma auf der kartierten „Straße“! Hat 2 Tage für 250 km gedauert.

Charcas, wir kaufen bei einem Bergmann der Mine, der von Mineralien Ahnung hat immer wieder gerne ein. Er hebt immer alle Funde des Jahres für uns auf.

Charcas in Neujahr mit Festbeleuchtung

Charcas und Umgebung

Cerro Mercado, Durango. Der Eisenerz Tagebau mitten in der Stadt produziert herrliche, gelbe Apatite. In der Mittagspause bringen und die Bergleute ihre Funde.

Aufbereiten der Funde nach der Tour in unserem Haus in Tucson. Von hier geht dann alles gleich an den Stand auf der Messe.

Unser Ford Excursion samt Anhänger. Zuladung 2500 kg + 4000 kg im Hänger. Damit klappt eine 2 Wochen Tour recht gut.

Die Kirche der Silberstadt Sombrerete

Nationalpark in den Bergen von Chihuahua samt Aussichtsturm

Fossiles Holz von Muzquiz

Fluorit und Eudialit aus einer Selten Erd Lagerstätte bei Muzquiz

Mongolei

Bild 62: Unser Expeditionsteam für eine volle dreimonatige Gobi-Expedition mit unserem Sammlerfreund Klaus Schäfer und dem mongolischen Team, bestehend aus einem Mineralogen, einem Geologen, zwei Fahrern und einem Mechaniker.

1993 machten wir (Mathias Rheinländer und Klaus Schäfer) eine 3-Monatstour in die Mongolei. Es war die Zeit kurz nach der Wende und auch die Zeit, in der in den Ländern der Einflußsphäre der ehemaligen UdSSR nur noch sehr wenig funktionierte. Es gab in dem Land fast nichts mehr an Lebensmitteln, kein Zeitungspapier (zum Steineverpacken) und auch sonst ging eigentlich nichts zusammen. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen waren unsere Funde nicht schlecht. Und wir haben ein spektakuläres Land zu Gesicht bekommen, als die einzigen „Touristen“ weit und breit. Besonders anzumerken ist hier auch die große Hilfsbereitschaft seitens der deutschen Botschaft aber natürlich auch die extreme Gastfreundschaft der Mongolen, das werden wir nie vergessen.

Anreise mit der Tupolev aus Moskau…!

Impressionen aus Ulan-Bator. Wir kamen Ende April, es war noch Winter…!

Das Frühstück, der Tisch zeigt wirklich alles, was man auftreiben konnte…und dass auch nur mit viel Hilfe von Einheimischen.

Erster Ausflug in die Umgebung von Ulan-Bator

Östlich von Ulan-Bator haben die Russen mal optischen Quarz abgebaut und es sind Funde von sehr guten, großen Topas Kristallen berichtet, einige Stücken haben wir auch in Sammlungen sehen können. Grund die Gegend zu besuchen, zu finden gab es aber leider nichts.

Unser Expeditionsteam. 3 Mongolen, darunter ein Student, der ganz wenig Englisch konnte (aber immerhin!) der Fahrer des großen GAZ 66 und ein Professor der Geologie. Dazu 2 russische Mechaniker aus der Fluorit Grube Khar Airak.

Unsere Expeditionsfahrzeuge, der OAZ-Kleinbus und der GAZ 66, beides ehemals von der mongolischen Armee. Wir Laden Sprit, Kartoffeln, Reis und Mehl und alles, was wir an Papier auftreiben können.

Fahr in die unendliche Weite der Steppe und dann der Gobi. Ziel sind die Fluorit Minen der Gegend von Khar Airak.

Der erste Probeschurf. Wie man bemerken kann war es frisch…es ist nun Mai…

Khar Airak. Wir werden von der russisch-mongolischen Betreiberfirma sehr herzlich aufgenommen…dürfen das legendäre Frühstück dort mit 0.7 L Vodka ohne alles genießen und finden herrliche, smaragdgrüne Fluoritwürfel auf Matrix bis 10 cm Kantenlänge.

Das nächste Ziel tief in der Gobi ist Han-Bogdo mit seinen gigantischen Elpidit Kristallen und der Typlokalität von Armstrongit und Mongolit, alles in Alkali-Pegmatiten.

Bain-Dzhagh, die Flammenden Klippen, eine gigantische Fundstelle von Dinosaurier Knochen mitten in der Gobi.

Wir besuchen ein russisches Geologenkamp und werden von einem Sandsturm überrascht.

Alter, buddhistischer Altar in der Gobi.

Rückweg aus der Gobi mit reichen Funden nach Ulan Bator

Die „Olympiade“ der Mongolen in Ulan-Bator. Das Naadam Fest. Wir sind Ehrengäste…

Die Steppe blüht!

Die Umgebung von Ulan Bator jetzt grün und im Juli

Wir feiern Geburtstag unweit der deutschen Botschaft in Ulan Bator mit den anderen Mitarbeitern der westlichen Botschaften vor Ort, es waren damals nur noch die Amerikaner, Engländer und Franzosen vor Ort…und alle waren sehr froh mal nicht alleine zu sein!

Helikoptertour in den nördlichen Hinti-Aimak. Hier wollten uns die Mongolen ein Diamantvorkommen zeigen, dass die Russen entdeckt hatten. Toller Flug, herrliche Gegend und es gab frisch gefangenen Hecht…nur die Diamanten waren in einem Tiefbohrprojekt gefunden worden, das wurde natürlich vorher verschwiegen…! Ein paar Pyrope konnten wir aber einsammeln, immerhin.

Namibia

Namibia gehört seit Jahrzehnten zu unseren wichtigsten mineralogischen Arbeitsgebieten, und wir besuchen die dortigen Fundstellen regelmäßig.

Eine besonders enge Verbindung besteht zur legendären Tsumeb Mine, einer der mineralogisch artenreichsten Lagerstätten der Welt. Mathias Rheinländer arbeitete selbst längere Zeit als Mineraloge im Forschungslabor der Grube Tsumeb. Aus dieser Zeit stammen nicht nur umfangreiche Kenntnisse der Lagerstätte und ihrer Mineralogie, sondern auch zahlreiche Stücke und Kontakte, auf die wir bis heute zurückgreifen können. Auch die nahe gelegene Kombat Mine, die damals von derselben Gesellschaft betrieben wurde, gehört seit vielen Jahren zu unseren Spezialgebieten.

Namibia besteht mineralogisch jedoch aus weit mehr als Tsumeb. In den vergangenen Jahren waren wir immer wieder im Kaokoveld unterwegs, insbesondere auf der Suche nach Kupfermineralien und den dort auftretenden Sekundärmineralen. Weitere Schwerpunkte sind die Pegmatitgebiete des Erongo, die Region um Uis, der Brandberg sowie Neuschwaben.

An diesen Fundorten interessieren uns sowohl klassische Sammlermineralien als auch Rohmaterialien: Turmaline und Indigolith, Rauchquarz und Amethyst, Apatit, verschiedene Pegmatitminerale, Sodalith und zahlreiche Kupferminerale. Wir besuchen Minen und Abbaustellen, kontrollieren neues Material direkt vor Ort und arbeiten seit vielen Jahren mit lokalen Bergleuten, Kleinschürfern und Sammlern zusammen.

Gerade Namibia zeigt sehr gut, was unsere Arbeit ausmacht: langjährige Kenntnis einzelner Lagerstätten, persönliche Kontakte vor Ort und die Möglichkeit, neue Funde nicht erst auf einer Mineralienbörse kennenzulernen, sondern dort, wo sie aus dem Gestein kommen.

Bild 61

Kunene River, Sodalith-Steinbruch. Schöner Karbonatit mit Sodalith und sonst nicht viel. Wurde immer wieder einmal auf Werksteine abgebaut, aber wegen der großen Entfernung zum nächsten Hafen ist ein wirtschaftlicher Betrieb kaum möglich. Wir sammeln im Wesentlichen kleinere Stücke, die als Werkstein nicht brauchbar waren.

Bild 548

Neuschwaben, berühmt für Indigolith-Turmalin, liefert aber auch schönen Rauchquarz. Hier prüfen wir frisch gesammelte Rauchquarz-Zepter der Kleinschürfer.

Bild 552

Mehr von derselben Stelle – manchmal sitzen violette Apatit-Kristalle auf den Quarzkristallen!

Bild 549

Bei Heinz Malzahn in Omaruru. Hier wird eine Auswahl an Erongo-Stufen verpackt. Er ist inzwischen leider verstorben.

Bild 550

An der alten „T-Junction“ beim Ankauf von Erongo-Material von den Frauen der örtlichen Kleinschürfer. Daraus wurde später der „Crystal Market“, finanziert mit deutschen Entwicklungshilfegeldern – heute ein richtiges gemauertes „Einkaufszentrum“ für Mineralien. Ein seltenes Beispiel dafür, dass Entwicklungshilfe gut angelegt wurde.

Bild 551

Gleicher Ort – ein paar Neuschwaben-Stufen werden hier ebenfalls verkauft.

USA

Die USA sind für uns über die vergangenen vier Jahrzehnte fast zu einer zweiten mineralogischen Heimat geworden.

1986 verbrachte Mathias Rheinländer erstmals drei Monate in Arizona und war dort gemeinsam mit David und Mike Shannon auf der Suche nach Mineralien und Fundstellen unterwegs. Aus diesen ersten Reisen entstand eine Freundschaft und Zusammenarbeit, die bis heute besteht. Mike Shannon ist mittlerweile unser Partner für die Betreuung unserer Kunden in den USA.

Seitdem haben wir über rund vier Jahrzehnte immer wieder längere Zeit vor allem in Arizona, Colorado, New Mexico, Nevada, Utah und Kalifornien verbracht. Hunderte Minen, Claims und klassische Fundstellen haben wir im Laufe dieser Jahre selbst besucht und viele davon mehrfach untersucht.

Besonders Arizona ist mit seiner enormen Vielfalt an Kupfer-, Blei- und Sekundärmineralisationen eines unserer wichtigsten Gebiete. Von bekannten Sammlermineralien wie Wulfenit, Dioptas, Malachit und Chrysokoll bis zu seltenen Spezies, die teilweise nur von einzelnen historischen Minen bekannt sind, lassen sich hier Mineralogie und Bergbaugeschichte unmittelbar miteinander verbinden.

Viele Fundstellen haben sich während dieser Jahrzehnte stark verändert. Manche Minen wurden geschlossen oder verfüllt, alte Halden verschwanden, andere Vorkommen wurden neu erschlossen. Gerade deshalb ist unsere langjährige Dokumentation für uns wichtig: Wir kennen viele Stücke nicht nur anhand einer Fundortangabe auf einem Etikett, sondern wissen, wie die Fundstelle aussieht, aus welchem Bereich einer Mine das Material stammt und welche Mineralisation dort auftritt.

Ein sehr großer Teil des US-amerikanischen Materials in unserem Sortiment wurde von uns selbst gesammelt oder direkt an den jeweiligen Fundstellen erworben. Die folgenden Bilder zeigen deshalb eine Auswahl der Minen und Claims, an denen wir über die vergangenen Jahrzehnte gearbeitet und gesammelt haben.

Arizona

Bilder 74-76

Magma Mine, Superior: Der sehr alte kleine „Glory Hole“-Abbau oben am Berg enthält großartige Dioptas-Kristalle – mit die besten, die je in den USA gefunden wurden. Gut, es gibt bessere von Tiger und den mysteriösen Mildren- und Steppe-Claims, aber das sind Einzelstücke, während man an der Magma Mine an einem Nachmittag über 100 Lagen sammelt! Leider hat der Rekultivierungswahn auch diese Stelle erwischt und mit Lastwagenladungen Erde zugeschüttet – kein Dioptas mehr…

Bild 60

Petrified Forest National Park. Im großen Parkgelände gibt es herrlich freiliegendes verkieseltes Holz zu sehen – sammeln ist natürlich verboten. Außerhalb des Parks wird auf privaten Claims Achatholz abgebaut und verkauft. Für meinen Geschmack etwas teuer, aber wirklich sehr schön.

Bilder 70-73

Planet Mine, Wickenburg: Eine großartige Stelle, um tatsächlich primären Chalkanthit in „Widderhorn“-Form zu sammeln. Eine ganze Untertage-Sohle ist voll davon – aber sehr fragil und schwierig von untertage an die Oberfläche zu transportieren. Wenn es gelingt, ist es wirklich atemberaubend. Auf der anderen Seite des kleinen Bachs findet man schöne Kugeln aus Malachit und Chrysokoll, eigentlich reichlich. Ich persönlich fand es nie besonders spannend, aber in den sozialen Medien erzielt es verrückte Preise – warum auch immer.

Bilder 77-90

Rawhide Mine, Alamo Lake: Immer eine schöne Tour über den Alamo Lake und die Querung am oberen Ende des Sees. Großartige Wüste und viel zu sehen.

Die Mine selbst bietet untertage hervorragenden Wulfenit – wirklich mit vom Besten in Arizona – aber auch eine Auswahl sehr seltener Arten wie Wherryit, Alamosit, Wickenburgit, Shattuckit und mehr. Wir haben beides gefunden, insgesamt richtig schönes und reiches Material. Der Zustand der Untertagebaue ist allerdings nicht mehr der beste – also Vorsicht dort unten, die Stempel sind ziemlich locker und morsch.

Draußen liegt auch eine kleine Halde mit Alamosit und Wickenburgit, aber viel ist es nicht.

Colorado

Bild 59

Bergbaurevier Ouray: Es gibt hier mehr Minen, als man je aufzählen könnte, die meisten auf Gold. Wir hatten Glück und fanden schöne, glänzende Enargit-Kristalle in Drusen. Sicher gibt es noch viel mehr, aber die meisten Untertagebaue sind verbrochen – dort etwas zu unternehmen wäre ein Großprojekt, und bislang hatten wir für dieses Tal nie genug Zeit.

Bilder 54-58

Pikes-Peak-Gebiet, Colorado Springs: Amazonit-Abbau. Ein Käsefarmer aus Wisconsin kaufte dieses Waldstück für sein Altersruhehaus. Wie alle Käsefarmer in Wisconsin war er deutscher Abstammung und stimmte gern zu, dass wir ihm den Keller vorbereiten und diese störenden Amazonit-Kristalle daraus entfernen. Inzwischen hat er sein Haus genau darauf gebaut, aber wir konnten vorher einen großen Teil des Gangs abbauen. Ziemlich erstaunlich: Der Gang zog sich über etwa 150 m und erreichte eine Mächtigkeit von rund 50 cm. Rauchquarz gab es allerdings keinen.

Nevada

Bilder 43-48

Bergbau-Relikte und Landschaftsbilder typischer Orte in ganz Nevada. Viele „Lost Places“. Auf unseren Erkundungstouren haben wir viele davon geprüft – nur so findet man eine neue, gute Mineralstelle. Aber wie immer: Meistens findet man nichts. Schöne Bilder sind es trotzdem.

Bilder 105-110

Weitere Eindrücke von typischer Nevada-Landschaft am Straßenrand. Falls jemand nicht wusste, was „endlose Weite“ bedeutet – jetzt weiß er es!

Bilder 22-28

Wahrscheinlich die allerbeste Stelle für Callaghanit und Nakauriit, meist zusammen mit Brucit, Hydrotalkit und ähnlichem. Die Callaghanit-Kristalle sind hervorragend, wenn auch Mikrokristalle. Wir konnten den Steinbruch mehrfach gemeinsam mit dem Minenmanager besuchen. Kurios: Er sprach fließend Deutsch – ziemlich selten mitten in Nevada. Leider ist der gesamte Bereich, in dem dieses Material vorkam, längst abgebaut, und seither gab es keine Callaghanit-Funde mehr. Damals dachten wir, wir hätten mehr gesammelt, als je jemand brauchen würde – aber wegen der hervorragenden Qualität und der herrlichen Farbe war fast alles sehr schnell weg.

Bilder 91-99

Mehr aus Gabbs, diesmal auf einer Tour mit George Godas aus Tempe, Arizona. Wir haben etliche Touren zusammen gemacht, obwohl er im Grunde nur Wulfenite ab drei Zoll aufwärts sammelt…! Und davon besitzt er tatsächlich mehrere – alle selbst gesammelt!

Bild 1

Linka Mine, Potts: Die Sprengladung ist gerade hochgegangen – gesprengt wird am Gang mit Pottsit (Typlokalität), Clinobisvanit, Scheelit, Powellit und Molybdänit. In der Nähe gibt es eine herrliche heiße Quelle mitten in der Wüste, perfekt zum Übernachten!

Bild 55

Linka Mine – der Staub legt sich nach der Sprengung.

Bilder 15-21: Alles Linka Mine – der Tagebau und die Umgebung. Und natürlich Herr Jatzkowski und Herr Rheinländer in Aktion beim Bohren der Sprenglöcher mit der alten benzinbetriebenen Atlas Copco Cobra 148. Das perfekte Werkzeug für alle Prospektionsarbeiten.

Bild 2 und folgende: Majuba Hill, Blick vom Mineneingang. Hier findet man eine großartige Auswahl seltener Mineralien, allen voran Clinoklas, der tatsächlich in Kristallen bis 2 cm vorkommen kann! So groß haben wir sie nie gefunden (der Einzige, von dem ich das weiß, ist ein sehr glücklicher Sammler aus Phoenix!). Dafür fanden wir jede Menge sehr glitzernde Kristalle von 2–5 mm in der großen Halle untertage. Vorsicht dort drin: In der Decke hängen wirklich große Blöcke… und ja, die besten Sammelstellen sind die Blöcke, die jetzt lose am Boden liegen – aber man weiß ja… irgendwie sind die dort hingekommen…!

Bilder 49-53

Mehr vom Majuba Hill. Eine Tour mit Herrn Spanka und Herrn Simons, ebenfalls Sammler aus Deutschland, und einem Einheimischen aus Nevada.

Man findet eine große Vielfalt an Arseniaten, alle in wirklich hübschen Kristallen und atemberaubenden Farben.

Auf dem Rückweg, besonders in den frühen Morgenstunden, begegnet man Unmengen von Klapperschlangen, die von der nächtlichen Jagd nach Hause zurückkehren!

Bilder 100-104

Noch einmal Majuba Hill, diesmal ebenfalls eine Tour mit George Godas.

Bilder 4 + 5: Wheeler Peak, Osceola: Blick von der Mine und der Mineneingang. Praktisch direkt hinter dem Eingang findet man weiße Phenakit-Kristalle bis 3 cm Größe und etwas Aquamarin. Der Phenakit ist wirklich schön und zeigt unter kurzwelligem UV eine gute orange Farbe. Gelegentlich finden sich auch Foitit-Turmalinnadeln. Dazu ein atemberaubender Blick über ein typisches Nevada-Tal!

Bild 13: Ein tieferer Stollen der Wheeler-Peak-Beryllium-Mine.

Bild 29: Wheeler Peak vom Tal aus

Bilder 105-106

Elko-Goldminen: Gelegentlich findet man kleine Stufen mit gediegenem Gold. Der Chefgeologe gab uns einige Proben – selbst zu sammeln ist hier wirklich schwierig, der Tagebau ist viel zu groß.

Bild 107

Mit George Godas am Garnet Hill, Elko. In einem Rhyolith findet man wirklich schöne Spessartin-Granate, Kristalle bis etwa 2 cm, stark glänzend und fast transparent. Wir wurden jedes Mal reichlich fündig. Ein Bohrgerät und Dynamit helfen enorm – oder wenigstens Bohrer und Keile, um das Gestein zu spalten. Ohne das: viel Glück!

Bilder 63-69

Getchell Mine: Diese sehr berühmte Mine ist bekannt für ihre seltenen Sulfosalze in einer Paragenese aus Realgar und Auripigment. Wir finden Getchellit (Typlokalität) und Galkhait sowie Sekundärmineralien wie Picropharmakolith, Sainfeldit und ähnliche. Großartiges Material unter dem Mikroskop und sehr selten. Die Betreibergesellschaft des Tagebaus ist sehr kooperativ – eines der Bilder zeigt die Chefgeologin, sie war unsere Führerin und wirklich hilfsbereit.

Bilder 37-39

Gold Quarry Mine: ein riesiger Tagebau der Barrick Gold Corp. Wegen der schieren Größe des Betriebs ist es sehr schwierig, überhaupt etwas zu finden. Zum Glück führte uns die Chefgeologin dorthin, wo die Vanadate wie Metahewettit gefunden wurden. Wir kamen kurz nach einem spektakulären Fund an, aber es war noch genug Material übrig für schöne, braunrote faserige Kristalle – wahrscheinlich die weltbesten dieser Art. Es gab auch anderes Material, aber die Vanadate sind das Bemerkenswerteste.

Unseres Wissens wurde dort später nie wieder etwas gefunden – damit ist auch dies inzwischen eine historische Fundstelle wie so viele andere.

Bilder 40-42

Silver Coin Mine, Elko

Eine schöne Untertage-Mine, sicher und trocken. Viele seltene Arten – alles Mikrokristalle, aber sehr hübsch. Am bemerkenswertesten: Türkis-Kristalle und die von uns beschriebene neue Art Zinclipscombit (siehe unsere Publikationsliste auf dieser Website!). Dazu viele weitere Phosphate. Nachdem wir viel untertage gearbeitet hatten, stellten wir übrigens fest, dass die Halden fast genauso gut sind wie der Untertagebau – und der Abtransport der Steine ist deutlich einfacher!

Utah

Bild 3: Thomas Range, Delta

Mit einem Sammlerfreund (Herrn Jatzkowski) auf dem Weg zum Südwestende der Thomas Range zu John Holferts Claim mit Holfertit, Rotem Beryll und etwas Topas. Die Holfertit-Kristalle sind winzige gelbe Nadeln – das Auge braucht eine Weile, bis man sie sieht. Das Schöne: Sie kommen tatsächlich zusammen mit Rotem Beryll und Topas vor. Was für eine Kombination!

Über den aktuellen Status des Claims bin ich nicht sicher, aber es schadet nie, John Holfert um Erlaubnis zu fragen. Unbedingt viel Wasser mitnehmen – dieser Hügel ist die meiste Zeit des Jahres brütend heiß!

Bilder 30-36

Mehr aus der Thomas Range: Unser Camp im Haupttal des Topaz Valley und ein Pseudobrookit-Abbau oben in den Hügeln dieser Talregion. Neben Pseudobrookit-Kristallen fanden wir tatsächlich auch winzige, aber perfekte gelbe Thorit-Kristalle. Großartiges Material fürs Mikroskop!

Mehr von Holferts Claims, Stichwort Sprengen: Ohne frische Gesteinsflächen freizulegen hat man praktisch keine Chance, etwas zu finden – und ein wenig Sprengstoff ist der Weg dazu. Wer das macht: unbedingt mit Genehmigung und mit jemandem mit gültiger Lizenz. Heutzutage braucht man zusätzlich Transportpapiere, und um alles zu kaufen, muss ein gültiger Mining Claim auf den eigenen Namen eingetragen sein.

Bilder 6-12: Lucin, Tecoma Valley

Die Bilder zeigen den kleinen Steinbruch/Tagebau, in dem früher Variscit als Schmuckstein abgebaut wurde. Als wir zum ersten Mal dort waren, war er längst aufgegeben. Man findet aber noch viel Material in verschiedenen Qualitäten, darunter sehr schöne kleine Metavariscit-Kristalle in Drusen.

Unbedingt alles mitnehmen, was man braucht – im Umkreis von 100 Meilen gibt es nichts, keine Tankstelle, gar nichts… das absolute „Mitten im Nirgendwo“!

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